Ein lokaler Flussverein und die Firma Hiilipörssi verschließen Moorgräben und legen Feuchtgebiete an, damit weniger Humus und Nährstoffe in den Fluss gelangen.
Das Wasser des Flusses ist seit den 1970er-Jahren um 58 Prozent dunkler geworden. Den Anfang machen Moorgräben und Feuchtgebiete im Einzugsgebiet Kiitämä nahe der finnischen Ostgrenze.
In Kuusamo haben die Arbeiten zur Renaturierung des Einzugsgebiets des Kuusinkijoki begonnen. Der Flussverein Kuusinkijoki kuntoon ry startete im Dorf Hänninen am See Kiitämäjärvi. Sein Ziel ist es, das gesamte Einzugsgebiet wiederherzustellen.
Der Kuusinkijoki ist für Äsche und Seeforelle bekannt, und nach Angaben des Vereins hat das Wasser im Hauptlauf noch überwiegend ausgezeichnete Qualität. Eine für das Projekt in Auftrag gegebene Untersuchung ergab jedoch, dass die Phosphorbelastung im Vergleich zu den 1970er-Jahren um 28 Prozent gestiegen und das Wasser um 58 Prozent dunkler geworden ist.
Matti Aikio, der Vorsitzende des Vereins, sagt, Entwässerungsgräben in den Wäldern und aufgegebene Felder belasteten den Fluss langsam, aber tückisch. Es lohne sich, jetzt zu handeln, solange das Wasser noch in gutem Zustand sei.
In entwässerten Mooren werden die Gräben verschlossen und Bäume entfernt, damit der Wasserstand im Moor wieder steigt.
Auf Feldern, die nicht mehr bewirtschaftet werden, entstehen Feuchtgebiete für den Gewässerschutz und für Vögel.
Fließt das Wasser langsamer, setzen sich Schwebstoffe ab, und Nährstoffe werden in Boden und Pflanzen gebunden, bevor sie den Fluss erreichen.
Die Moore renaturiert Hiilipörssi Oy, ein auf Moorrenaturierung spezialisiertes Unternehmen. Für die Grundeigentümer ist die Arbeit kostenlos, und sie erhalten zusätzlich eine Entschädigung für den Schutz der Flächen. Hiilipörssi wird von Unternehmen finanziert, die sich freiwillig für Natur und Klima engagieren.
Das erste Gebiet ist das Einzugsgebiet Kiitämä nahe der Ostgrenze. Laut dem im März veröffentlichten Plan sollen in der ersten Phase rund 200–400 Hektar Moor renaturiert und zwei Feuchtgebiete angelegt werden. Danach geht die Arbeit flussabwärts weiter, ein Teileinzugsgebiet nach dem anderen.
Der nächste Schritt nach der Befreiung des Flusses
Die Renaturierung knüpft an das Projekt an, das der Verein 2020–2025 umsetzte und das für Fische mehr als 400 Kilometer Wanderrouten öffnete. Kernstück war die Öffnung des Flussbetts Piilijoki, das am Wasserkraftwerk Myllykoski vorbeiführt. Dieses Projekt kostete 5,5 Millionen Euro.
Nach Angaben von Hiilipörssi verbessert die Renaturierung auch die Lebensräume von Wasservögeln, Waldhühnern und Moorpflanzen wie Moltebeere und Moosbeere.
Warum kaltes, sauberes Wasser zum Wertvollsten gehört, was die Natur im Norden hat, erfahren Sie auf unserer Seite über Süßwasser.